Paul Berger zum 130. Geburtstag

Heute vor 130 Jahren wurde Paul Berger, der Rennleiter der ersten beiden Sachsenringrennen 1927 und 1928, die damals noch Badberg-Vierecks-Rennen hießen, geboren. Am 21. Juni 1887 erblickte er in Kleinhartmannsdorf bei Freiberg das Licht der Welt und wohnte in den 1920er Jahren in Glauchau. Mit Enthusiasmus und Gewissenhaftigkeit organisierte er die ersten Rennen in Hohenstein-Ernstthal mit und trug die Verantwortung als Rennleiter. Zu diesem Zeitpunkt war er 40 Jahre alt. Die nächsten Rennen ab 1934 liefen dann unter der Regie der Nationalsozialisten, da war Paul Berger bereits außen vor. 1957, zum dreißigjährigen Jubiläum der Rennstrecke, wurde er vielfach geehrt. Nun, im Alter von 70 Jahren, entschloss er sich sein Archiv in treue Hände weiterzugeben und entschied sich für Lothar Jordan, zufällig geboren im Jahr des ersten Rennens 1927, der mit diesen Unterlagen sein Motorrennsport-Archiv Sachsenring gründete. Auch er hätte am 29. Juni 2017 seinen 90. Geburtstag gefeiert. Paul Berger starb am 26.02.1965 in Glauchau.

Alles Gute Eberhard Mahler zum Achtzigsten

Eberhard Mahler, Frohburg 1967

Eberhard Mahler, Frohburg 1967

Zum 80. Geburtstag gratulieren wir ganz herzlich Eberhard Mahler. Der Moritzburger, der heute in Regensburg lebt, wurde 1970 DDR-Meister in der 250ccm-Klasse und löste damit Heinz Rosner, den Meister von 1968 und 1969, ab. 1969 holte er beim WM-Lauf in Brno mit einem 10. Platz seinen einzigen WM-Punkt für MZ. Mahler war von 1960 bis in die 1970er Jahre im Motorradrennsport aktiv.

Familie Rutter und ein Brief aus dem Jahr 1969

Michael Rutter gönnte sich nach dem zweiten Platz beim Finale einen Schluck.

Michael Rutter

Beim 50. Macau Motorrad-Grand-Prix am 19. November wird Michael Rutter versuchen, seiner Bilanz von acht Siegen in den Straßen des asiatischen Spielerparadieses einen weiteren Erfolg hinzuzufügen. Zuletzt feierte der 44jährige Road-Racing-Star im September drei Siege beim internationalen Frohburger Dreieckrennen für das Team Penz13.com.

„Es war erst meine zweite Teilnahme auf diesem Kurs, aber es ist eine großartige Strecke und alle haben mich sehr willkommen geheißen.“
Michael Rutter 2016 in Frohburg

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Hubert Schmidt-Gigo: Die Sache mit dem Ritterkreuz

Der rasende Reporter Gigo bei seinem Renneinsatz auf dem Sachsenring 1952.Hubert Schmidt, nach seiner Geburt 1919 in Hohenstein-Ernstthal aufgewachsen, erlebte als Kind die ersten Rennen auf dem Badberg-Viereck, dem späteren Sachsenring. Im zweiten Weltkrieg ist er an West- und Ostfront eingesetzt und erhält in den letzten Kriegsmonaten das Ritterkreuz. Ab 1949 hat er entscheidenden Anteil an der Organisation der ersten Sachsenringrennen der Nachkriegszeit und begleitet diese als Streckenreporter. Als Fred Gigo wird er zudem über den Fernsehfunk in der ganzen Republik bekannt, bis er 1964 plötzlich Auftrittsverbot erhält. Der Film von Uwe Karte aus der Reihe „Lebensläufe“ beleuchtet die Hintergründe zu dieser apprupten Wende in Schmidt-Gigos Karriere.

Unvergessen: Der Rennfahrer Huldreich Heußer

Einer der bekanntesten Autorennfahrer seiner Zeit, Huldreich Heußer aus Schmalkalden, kam am 19.08.1928 beim IV. Buckower Dreieck-Rennen ums Leben. Auch sein Beifahrer Otto Feldmann starb bei dem folgenschweren Unfall. Fährt man heute zwischen Berlin und Frankfurt/Oder auf der Chaussee nach Waldsieversdorf, erinnert ein Gedenkstein an der Unglücksstelle an die beiden Rennfahrer. Heußer gewann zahlreiche Bergrennen, u.a. 1924, 1925, 1926 und 1927 das Gabelbach-Bergrennen bei Ilmenau, wo heute ebenfalls ein Gedenkstein an den erfolgeichen Fahrer der frühen Jahre des Automobilsports erinnert.

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