Dieter Braun – Weltmeister und Publikumsliebling

Dieter Braun (rechts) mit Moderator Wolfgang Wirth

Dieter Braun gewann in seiner Laufbahn zwei Weltmeisterschaften und 14 Grand-Prix-Läufe. Aber nicht nur deshalb erreichte er den Status eines Publikumslieblings. Mit unterlegener Technik holte er sich 1970 den Titel in der Achtelliterklasse, drei Jahre später die Krone des Jahresbesten in der Weltmeisterschaft der Viertelliter-Motorräder.

Am 11. Juli 1971 gelang ihm ein Erfolg von historischer Bedeutung. Auf dem Sachsenring, im Osten des damals geteilten Deutschlands, bezwang der westdeutsche Braun die komplette Weltelite im Grand Prix der 250er-Maschinen. Dieter sorgte damit für einen wahrhaft grenzenlosen Jubel der 200.000 Besucher. Weiterlesen

Die große Zeit des DKW-Motorradrennsports 1920 bis 1941

„Die große Zeit des DKW-Motorradrennsports“ 1920 bis 1941 (Zschopau)

DKW, einst eine führende Marke in der Geschichte des Kraftfahrzeugbaues aus dem sächsischen Erzgebirge, war bekannt für hohe Ansprüche an ihre Produkte und deren Verbreitung. Der Motorradrennsport, über den in dem neuen Buch von Woldemar Lange und Jörg Buschmann berichtet wird, war dabei ein wichtiges Element, die technische Entwicklung mit zu bestimmen, stets auf der Höhe der Zeit zu sein und Märkte zu erschließen. Die Zschopauer Rennsportgeschichte begann kurz nach dem 1. Weltkrieg. Der sich entwickelnde „Massen“-Motorisierungsprozess bewirkte damals größtes Interesse am aktiven und passiven Motorsport, der auch durch ein dichtes Veranstaltungsangebot gute Entwicklungschancen hatte. Weiterlesen

40 Jahre MELKUS RS1000 – RS2000 wird Nachfolger

40 Jahre nach dem RS1000 soll der RS2000 die Nachfolge des legendären DDR-Rennsportwagens antreten

Vor genau 40 Jahren wurden die ersten Prototypen des MELKUS RS1000 der Öffentlichkeit vorgestellt. „Wir wollten mal was ganz Extremes herstellen“ waren die schmunzelnden Worte von Heinz Melkus zur Präsentation anlässlich des 20. Jahrestages der DDR. „Mein Ziel war es, einen Sportwagen ähnlich dem des Ford GT40 mit den Möglichkeiten herzustellen, die wir in der DDR hatten. Natürlich würden wir einen viel kleineren Motor benutzen, aber in punkto Breite, Größe und Gehabe sollte es ein richtiger Rennsportwagen sein. Über dessen Form mussten wir uns nur in den einschlägigen Zeitschriften informieren“, so Heinz Melkus. Weiterlesen

Heinz-Melkus-Biographie und RS1600 zum 80. vorgestellt

Die Buchautoren Wolfgang Melenk (links) und Mike Jordan (rechts) mit Verleger Hans-Jürgen Schneider

Am 20. April hätte der erfolgreiche Automobilkonstrukteur und Rennfahrer Heinz Melkus (1928 – 2005) seinen 80. Geburtstag gefeiert. Die Familie Melkus lud anlässlich des Ehrentages in die „Zeitenströmung“, ein sich entwickelndes Areal für historische Fahrzeuge und Oldtimer-Werkstätten. Gleich zwei Geschenke an den unvergessenen Gründer der Sportwagen-Tradition wurden dort überreicht.
Die Biografie „Rennsportlegende Heinz Melkus“ fasst erstmals das Leben des bekannten Dresdeners zusammen. Was für Wolfgang Melenk vor etwa fünf Jahren mit der Recherche für sein Buches „Meister des Sports – Der Automobilrennsport in der DDR“ begann überstieg bald den Umfang eines Kapitels und verlangte nach einem eigenen Buch. Der Hamburger interviewte Heinz Melkus vor dessen Tod und begann mit der Arbeit an einer Biografie. Im letzten Jahr übernahm Mike Jordan die Überarbeitung des umfangreichen Manuskripts, welches nun bei Schneider Text erscheint. Das Werk besticht durch interessante Einblicke und umfangreiche Bebilderung aus dem Leben von Heinz Melkus. Weiterlesen

Neues Buch über den ersten Sachsenring erschienen

Das Buch erzählt von den Vorläuferrennen im Moritzburger Wald 1924-1926, von den Rennen im Grillenburger Wald 1927 mit 35.000 Zuschauern bis 1933 zum Deutschen Motorradmeisterschaftslauf mit über 50.000 Zuschauern (ab 1931 „Sachsenring“) und von der Entstehung des „Goldenen Sachsenringes“, welcher heute wieder jedes Jahr an den jeweils rundenschnellsten Fahrer in der Moto-GP-Klasse verliehen wird, sowie den Fahrern und Maschinen, die zu dieser Zeit am Start waren.

Als der Sonntagmorgen graute, rollten auf allen Zufahrtsstraßen endlose Kolonnen von Fahrrädern, Motorrädern, Autos und Bussen in Richtung Grillenburger Wald. Zwischen 5.38 Uhr und 6.19 Uhr karren vom Dresdner Hauptbahnhof vier Sonderzüge Tausende von Nichtmotorisierten nach Klingenberg-Colmnitz. Ihnen folgten zwischen 8.48 Uhr und 9.07 Uhr drei weitere Sonderzüge mit Nachzüglern. Wer mit der Eisenbahn nicht wegkommt, der fährt mit Sonderbussen, die zwischen 5.30 Uhr und 6.30 Uhr ab Hauptbahnhof abgehen. In gleicher Weise rollte die Zuschauerkavalkade aus Richtung Chemnitz heran. Aus den umliegenden Dörfern strömten auf Feld- und Waldwegen Tausende dem improvisierten Waldstadion zu. Nicht wenige drückten sich auf Schleichwegen an den Absperrungen vorbei und mogelten sich mit ihrem Anhang ohne Zahlung des Eintrittsgeldes von 50 Pfennig pro Person an die Piste…

(Auszug)

Seite 4 von 41234