Die weltbesten Dreiradpiloten auf Punktejagd in Ostthüringen

Volle Tribünen sind bei der Seitenwagen-WM in Schleiz auch in diesem Jahr wieder zu erwarten

Dem Schleizer Dreieck bleibt es ein weiteres Mal vorbehalten die Saison der FIM-Superside- Weltmeisterschaft zu eröffnen. Vom 11. bis 13. Mai gastieren die 21 weltbesten Gespannteams, sowie drei Wildcard-Teams auf dem erneut verbesserten Ostthüringer Kurs. Bereits am Samstag (12.Mai) wird beim Match-Race um die volle WM-Punktzahl gefightet. Während an diesem Tag die Sprinter eine große Chance auf den Sieg haben, geht es am Sonntag beim Gold-Race über eine komplette Grand-Prix-Distanz.
Viel Spannung verspricht in dieser Saison der Kampf um die WM-Krone. Die große Frage ist vor dem Saisonstart, kann Tim Reeves (GB) mit seinem neuen Beifahrer, Stuart Graham (GB), den Titel verteidigen? Ein Wörtchen um die Titelvergabe möchten auf jeden Fall auch die finnischen Vizeweltmeister Pekka Päivärinta/Timo Alto und der WM-Vierte Sebastian Delannoy (F) mit seinem neuen Beifahrer Gregory Cluze (F) mitreden. Weiterlesen

Reifenpoker bei Seitenwagen-WM in Schleiz

Schneller Reifenwechsel vor dem Start – Für Roscher/Hänni war das Rennen trotzdem nach der ersten Runde vorbei

Man musste sich schon wetterfest anziehen, wollte man die Läufe zur Seitenwagen-Weltmeisterschaft 2006 auf dem Schleizer Dreieck besuchen. Trotz Regen und Wind ließen es sich jedoch viele Fans nicht nehmen, die Tribünen auch in diesem Jahr wieder reichlich zu füllen. Sie sahen ein größtenteils von den wechselhaften Wetterbedingungen geprägtes Gold-Race, in dem sich die amtierenden Weltmeister Tim Reeves und Tristan Reeves durchsetzen konnten.

Der „Finnland-Express“ Manninen und Päivarinta pflügten in der zweiten Rennhälfte durch das Feld

Noch am Start waren sich die Teams nicht einig, welche Reifen man aufziehen sollte. Die Franzosen Sebastien Delannoy und Nicolas Bidault wählten für die nasse Strecke Regenreifen. Reeves/Reeves, die von der Pole-Position gestartet waren, fielen mit ihren Intermediates zunächst auf den zweiten Rang zurück. Weiterlesen

Noch keine IDM-Meisterschaftsentscheidung am Sachsenring

Doppelsieg am Sachsenring für Martin Bauer

Die Ruhe vor dem Sturm – Während der Warm-Up-Sitzungen hing dichter Nebel über der Strecke

Vor 17.800 Zuschauern war die Seitenwagen-WM im Rahmen der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft am Sachsenring am Start. Zwar ist die Weltmeisterschaft 2005 schon entschieden, aber trotzdem folgten viele Fans der Einladung nach Sachsen. Bereits im Juli war die Sidecar-WM auf dem Schleizer Dreieck am Start. Da das Saisonfinale im russischen St. Petersburg gestrichen wurde, verlegte man die letzten zwei Läufe in das Rahmenprogramm der IDM.

Seitenwagen-WM:

Weltmeister 2005 – Tim und Tristan Reeves

Einen Vorgeschmack auf das Rennen der Seitenwagen-WM lieferte ein 10 Runden langes Sprintrace am Samstag. Die Pole-Position dafür sicherte sich das Team Manninen/Kuismanen (FIN), doch schon nach der ersten Runde führten die Gebrüder Reeves aus Großbritannien, die Bereits als Weltmeister 2005 feststehen. Weiterlesen

Über 15000 Fans sahen Gespann-Spektakel

Unglaubliche Duelle in der Seitenwagen-WM

Zahlreich erschienen die Anhänger des Schleizer Dreiecks zum ersten Weltmeisterschaftslauf auf ihrem traditionsreichen Straßenkurs. Die gesamte Elite des Seitenwagen-Sports hatte sich zum 4. Lauf der WM 2005 angesagt. Leider nicht darunter der 10-fache Weltmeister und Welt-Cup-Sieger Steve Webster aus Großbritannien, der aus gesundheitlichen Gründen auf einen Start verzichtete. Im Rahmenprogramm gab es außerdem Rennen der F2-Sidecar und der internationalen Gespann-Meisterschaft zu sehen. Des Weiteren zeigten die Akteure der Deutschen Seriensportmeisterschaft ihr Können. Für den akustischen Höhepunkt sorgte der MZ-Cup, der jeweils am Samstag und am Sonntag ein Rennen austrug.

Seitenwagen-WM:

Die Tribünen am Buchhübel waren gut gefüllt

Eine interessante Renn-Form stellte das so genannte Match-Race dar. Am Samstag wurden die Viertel- und Halbfinals mit fünf Gespannen über je drei Runden ausgetragen. Am Sonntag folgte das Finale, welches Jörg Steinhausen für sich entschied. Der Deutsche übernahm damit die zwischenzeitliche Tabellenführung in der WM.
Diese sollte jedoch nur bis zum Sprintrennen über 11 Runden andauern, denn das britische Gespann Tim und Tristan Reeves eroberte mit dem Sieg die Tabellenspitze zurück. Jörg Steinhausen und Trevor Hopkinson mussten sich am Ende nur knapp geschlagen geben, sie erreichten Platz 2. Die Zuschauer sahen ein atemberaubende Dreirad-Artistik, bei die Führung mitunter mehrmals pro Runde wechselte.

Jörg Steinhausen wollte unbedingt den Sieg im Hauptrennen

Den Abschluss bildete das Gold-Race über die 22-Runden-Distanz. Wieder hieß das Duell an der Spitze Steinhausen gegen Reeves. Der Buchhübel bebte bei jeder Umrundung, denn wieder hatte sich der Abstand der beiden führenden Gespanne verändert. Hinter den Führenden lieferten sich Manninen/Kuismanen und Pedder/Steadman einen ebenso spannenden Kampf um den letzten Podestplatz. In der letzten Runde hing Jörg Steinhausen am Hinterrad seines ärgsten Konkurrenten. In der letzten Schikane setzte er alles auf eine Karte und versuchte ein letztes Überholmanöver. Er verspielte dabei die sicher geglaubten Punkte für den zweiten Platz. Das Rennen endete für ihn in einem mehrfachen Überschlag, wobei er sich und seinen Beifahrer so sehr verletzte, dass die beiden in das Krankenhaus eingeliefert werden mussten. Trotz allem ging der Unfall offensichtlich ohne ernstere Verletzungen für Jörg Steinhausen und seinen Beifahrer Trevor Hopkinson aus.

Die Sieger Tim und Tristan Reeves grüßen ihre Fans

Aber auch dieser Abschluss konnte nicht über ein gelungenes Rennwochenende mit äußerst spannenden Rennen hinwegtäuschen. Schon am 6. und 7. August kann man die Fahrer der IDM-Klassen am Schleizer Dreieck bewundern.

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