80 Jahre Sachsenring – Ein Fest für alle Sinne

In der Boxengasse kamen die Fans nicht nur einiges zu sehen, es war auch ein Genuss für die Ohren - Hier lässt Mechanikerlegende Nobby Clark die MV Agusta an

In der Boxengasse kamen die Fans nicht nur einiges zu sehen, es war auch ein Genuss für die Ohren – Hier lässt Mechanikerlegende Nobby Clark die MV Agusta an

Nur eine Woche vor dem Motorrad Grand Prix beging der Sachsenring sein 80jähriges Jubiläum mit einer Festveranstaltung, die die Geschichte des traditionsreichen Kurses noch einmal lebendig werden lassen sollte. Zahlreiche Fahrer, die die Geschichte des Ringes schrieben, begeisterten die 20.000 Fans an der Grand-Prix-Strecke. Schon am Donnerstagabend kamen Jim Redman, John Hempleman und Horst Fügner in das Textil- und Rennsportmuseum nach Hohenstein-Ernstthal, um mit vielen weiteren Gästen und Fans die völlig überarbeitete Ausstellung “Legenden vom Ring“ zu eröffnen. Am Jubiläumswochenende waren es vor allem Giacomo Agostini auf der MV Agusta und David Hailwood auf der Honda seines Vaters Mike, welche die Zuschauer und Autogrammsammler in Aufregung versetzten.

Motorräder aus allen Epochen der Sachsenringgeschichte vor der Kulisse des Grand-Prix-Kurses

Auch Phil Read, Dieter Braun und Rodney Gould schwangen sich für das begeisterte Sachsenring-Publikum nochmals in den Sattel und setzten zwischen den Läufen ihre Namen auf unzählbare Fansouvenirs. In der Boxengasse konnten die Fans ihren Idolen und den auf Hochglanz polierten Rennmotorrädern zum Greifen nah sein. Wenn die Maschinen gestartet wurden, bildete sich sofort eine Traube von Interessierten und Fachkundigen. Der ohrenbetäubende Sound der Klassiker ließ die Zwerchfelle erbeben und rief so manche Erinnerung an die Weltmeisterschaftsläufe der sechziger und siebziger Jahre hervor. Zudem versorgten die vielen Zweitakter ihre Fans mit typischem „Rennduft“.

Elegant und schnell wie schon vor vierzig Jahren bewegte Giacomo Agustini die MV Agusta um die Strecke

Heinz Rosner (WM-Dritter 1968 auf MZ) hielt als einer von vielen Vertretern der traditionsreichen Marke die MZ-Fahne hoch. „Mister Superbike“, Peter Rubatto, war mit seiner Bimota KB4 gekommen, mit der er den ewigen Rekord auf dem alten, 8,7 Kilometer langen, Sachsenring hält. Obwohl die Strecke 1990 durch zwei Schikanen entschärft wurde umrundete der deutsche Superbike-Meister von 1983 und 1984 den Ring mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 181,220 km/h.

Automobilgeschichte – Von Trabant, Wartburg und Melkus bis hin zum seltenen Spider waren alle vertreten

Showläufe in den Kategorien Seitenwagen, Tourenwagen und Rennwagen erinnerten an die Vielseitigkeit der 80jährigen Renngeschichte der Strecke.
Vom 13. bis zum 15. Juli werden dann auch die aktuellen Stars der Grand-Prix-Szene in Hohenstein-Ernstthal zugast sein. Dann wird zum zehnten Mal auf dem neuen Sachsenring-Kurs um Weltmeisterschaftszähler gekämpft.

David, Sohn des neunmaligen Weltmeisters Mike Hailwood, mit Mutter Pauline

Auf den Tag genau 17 Jahre nach der Rekordfahrt führte Peter Rubatto die Bimota im Originaloutfit aus

Andy Jordan

Andy Jordan

andyjordan@motorrennsportarchiv.de

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