mdr zeigt Film über die seinerzeit „modernste Automobilrennstrecke Europas“

Wer kennt noch die Anfänge des Motorsports in Sachsen? Die Bergrennen am Pöhlberg (ab 1921), am Fichtelberg (ab 1924) und bei Hohnstein (ab 1926) waren hochrangig besetzt. Nachdem 1927 der Nürburgring fertiggestellt wurde, wollte man für „ Mittel-, Nord- und Ostdeutschland“ einen repräsentativen Rundkurs dagegensetzen. So entstand in der Sächsischen Schweiz bei Hohnstein (nicht zu verwechseln mit Hohenstein-Ernstthal) zwischen 1933 und 1939 die „modernste Rundstrecke Europas mit Platz für 1 Million Zuschauer“. Auf dem zunächst „Deutschlandring“ und später „Großdeutschlandring“ genannten zehn Kilometer langen Rundkurs wurden nie Rennen ausgetragen. Die Strecke ist jedoch heute noch für jeden befahrbar. Der mdr greift in seiner Sendereihe „Der Osten – Entdecke wo Du lebst“ die Geschichte des „Großdeutschlandrings“ auf und begibt sich auf Spurensuche.

Sendetermin: mdr-Fernsehen, 14.07.2015 um 20:45 Uhr

80 Jahre Motorsport in der Sächsischen Schweiz

Einst sollte hier Deutschlands größte Rennstrecke entstehen

Nach rechts geht es in die Startkurve

Am 30.Mai 1926 fand in Hohnstein, östlich von Dresden gelegen, das erste Bergrennen statt. Der Mercedes-Pilot Merz aus Esslingen siegte mit 3:24,1 min. Ein Jahr darauf war es Huldreich Heußer, der den Berg am Hockstein mit 3:04 min am schnellsten bezwang.
Nach zweijähriger Pause wurde 1930 wieder am Berg gekämpft. Die schnellste Zeit fuhr Rudolf Caracciola auf Mercedes mit 2:12,2 min für 2,6 km gegen eine Armada von Bugatti-Fahrern. 1931 war durch die so genannte Notverordnung  mit Sperrung aller Bankguthaben wieder kein Rennen möglich. Weiterlesen