Frohburger Stammgäste – Teil 10: Thomas Lucas

Am 26./27. September 2015 findet das 53. Internationale Frohburger ADAC Dreieckrennen statt. In unserer zehnteiligen Vorschau auf den deutschen Roadracing-Höhepunkt des Jahres stellen wir jede Woche zwei Fahrer vor, die ihre Maschinen seit langer Zeit Jahr für Jahr in Frohburg an den Start schieben.

Der Mann aus dem Freiberger Ortsteil Zug startete schon 1977 auf dem Frohburger Dreieck. Als 20jähriger vom MC Bergstadt Freiberg steuerte Thomas Lucas damals eine 50ccm-Maschine und stieg später in die Ausweisklasse bis 250ccm auf. In dieser Kategorie verzeichnete er 1982 auf dem 14. Platz seine erste Zielankunft in Frohburg. Drei Jahre später gewann er das Ausweisrennen auf dem Frohburger Dreieck und stieg 1986 in die Lizenzklasse auf. In der 250ccm-Zweizylinder-Konkurrenz gelang ihm 1988 hinter Lothar Neukirchner der Vizemeistertitel. Dabei beendete er die Rennen in Frohburg 1988 und 1989 jeweils als zweitbester DDR-Fahrer hinter Dirk Kaduk. Nach der Wende blieb er der Viertelliterklasse treu und wechselte auf eine 250er-Aprilia. 1999, im Europa-offenen Lauf der 250ccm-Klasse, gelang Thomas Lucas mit dem zweiten Platz noch einmal der Sprung auf´s Frohurger Siegerpodest. Seit 2013 ist er zurück auf dem schnellen Straßendreieck. Im Rahmen des 2-Takt-Klassik-Pokals setzt der Freiberger nun eine selbst restaurierte 350er-Yamaha ein. Um seine volle Leistung zu entfalten, erfordert das originalgetreue, luftgekühlte Gefährt aus dem Jahr 1972 viel Liebe zum Detail. Für Thomas Lucas – als Fahrer und Techniker in Personalunion ein Rennfahrer der alten Schule – ist das kein Problem.

Andy Jordan

Andy Jordan

andyjordan@motorrennsportarchiv.de

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