Wechselhafte Verhältnisse in Waldau

Das bekannte Freie Bergrennen für Jedermann fand nunmehr zum neunten Male auf der 2,5 km langen Strecke von Waldau nach Steinbach in Südthüringen statt. Nach feuchter Strecke im ersten und einem heftigen Regenschauer im zweiten Trainingslauf am Samstag ließen es viele der Teilnehmer ruhig angehen. So auch im ersten Wertungslauf am Samstagnachmittag.

So viele Reifen hatte nicht jeder mit, viele nur die vier unterm Auto

So viele Reifen hatte nicht jeder mit, viele nur die vier unterm Auto

Da die Hürden für die Teilnahme recht niedrig sind (Vorlage des Führerscheins und entsprechende technische Abnahme des Fahrzeuges, Nenngeld ab 108 Euro) hatten viele der Fahrer nur den Satz Reifen zur Verfügung, mit dem sie angereist waren. Und das waren bei den Meisten Semi-Slicks, denn für den Sonntag, an dem der zweite und dritte Wertungslauf stattfand, war schönstes Wetter gemeldet. Nach den ersten beiden Trainingsläufen auf nasser Strecke führte der zum zweiten Mal hier startende Michael Göpfert (Grabfeld) mit einem Mitsubishi Lancer Evo 6. Er wurde nur vom Gaststarter Olaf Dobberkau (Schleusingen) mit dem Porsche GT3 um knappe 2 Sekunden überflügelt. Der Dritte im Bunde Markus Wüstefeld (Duderstadt) fuhr mit seinem Mercedes AMG 190e evo 2 als Gaststarter Werbung für das am 25./26.06. stattfindende Ibergrennen.

Der Zuschauershuttle war wieder bestens organisiert

Der Zuschauershuttle war wieder bestens organisiert

Am Sonntag wurden bei perfekten Bedingungen die Karten komplett neu gemischt. Zur Wertung wird die schnellste Zeit herangezogen und nicht, wie sonst üblich, die Läufe addiert. Dobberkau fuhr nur den zweiten Lauf mit einer 1:14,61 wiederum als schnellster. Markus Wüstefeld hätte beinahe in diesem Lauf seinen Ex-DTM-Mercedes beschädigt, ist aber bei einem fulminanten Dreher nicht eingeschlagen. Im Feld der Wertungsfahrzeuge konnte der Schweizer Peter Zysset den Gesamtsieg mit einem VW Golf 2 davontragen.

Fahrer sitz rechts - Nissan Skyline R33 GTR

Fahrer sitz rechts – Nissan Skyline R33 GTR

Er hat diverse Erfahrungen am Berg und kam auch mit dieser Strecke schnell klar. Der Opel Kadett-Tuner Rüdiger Kraus kam mit seinem Gefährt auf dem zweiten Platz in Wertung vor dem einzig verbliebenen Formelfahrzeug, dem Opel Lotus von Bernd Grell. Der erste Mitsubishi Evo kam diesmal nur auf Gesamtplatz acht mit Miko Minor aus Brotterode-Trusetal nahe der Glasbach-Rennstrecke. Der einzige Rechtslenker im Starterfeld, ein gewaltiger Nissan Skyline schaffte trotz seiner 650 PS nur Platz Zehn. Zwei Teilnehmer brachten sogar das Kunststück fertig, von allen drei gefahrenen Läufen, den ersten im Nassen als Schnellsten zu absolvieren.

Mehrere Drifter, darunter dieser Niederländer, brachten die Zuschauer auf Touren

Mehrere Drifter, darunter dieser Niederländer, brachten die Zuschauer auf Touren

Mike Jordan

Mike Jordan

mikejordan@motorrennsportarchiv.de

Kommentare (3) Schreibe einen Kommentar

  1. Hey Ho
    Bin der Skyline Fahrer. Dass mein Auto 650 PS hat ist richtig, och fuhr aber mit max 550 PS, also nicht volle Leistung 😉 und dafür das ich zum aller ersten mal ab bergrennen teilgenommen habe und auf Platz 3 in Gruppe 1 klasse 1 mit 1.21.30 kam ist eigentlich relativ gut 🙂 also mich bitte nicht so als abstempeln 😀

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    • Recht hast du, mit 1,21 muss man sich nicht schlechtreden lassen, ich denke aber der Berichterstatter hats nicht böse gemeint….

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