2. Lauf zur DTM in der Lausitz

Parade

Im letzten Moment wurde die neue Kurzanbindung des EuroSpeedway-Lausitz fertig. Die Strecke wurde damit von 4,5 auf 3,4 Kilometer verkürzt. Diese Maßnahme war nötig, um die Rundenzahl zu erhöhen und den Kurs damit zuschauerfreundlicher zu gestalten. Die neue, sehr breite ADAC-Kurve verbindet die Gegengrade nun direkt mit der Apcoa-Kehre und sorgte darüber hinaus für gute Überholmanöver.

DTM:

Allan McNish verhinderte eine bessere Platzierung des Opel-Piloten Marcel Fässler

Schon am Samstag bot die DTM mit dem Qualifying und der anschließenden Superpole spannenden Motorsport. Der Lokalheld Stefan Mücke schaffte als Siebenter im ersten Teil des Qualifikationsmodus das zweite Mal nach Hockenheim den Sprung unter die ersten zehn. Einziger Vertreter des Opel-Teams bei der Superpole war der Schweizer Marcel Fässler. Tourenwagenneuling Mika Häkkinen rangierte sich zunächst hinter dem Audipiloten Mattias Ekström ein. In der Superpole mischte sich das Feld nochmals durch. Stefan Mücke aus Berlin fiel im Vorjahres-Mercedes auf den zehnten Startplatz zurück, Opel-Pilot Fässler wurde achter. In der ersten Startreihe stand nun Gary Paffett vor DTM-Neuling Jamie Green. Mika Häkkinen und Mattias Ekström fielen auf die Plätze drei und vier zurück.
78.000 Zuschauer konnten sich am Sonntag auf ein spannendes Rennen unter hochsommerlichen Temperaturbedingungen freuen. Nach dem Start hieß das Führungsduo zunächst Paffett vor Häkkinen, während sich dahinter Green und Ekström einreihten. Ekström attackierte Green in Kurve 10. Die beiden kollidierten und Green musste das Rennen aufgeben. Ekström kassierte eine Drive-Trough-Panelty und verlor seinen rechten Kotflügel.
Mika Häkkinen musste unterdessen aufgrund eines missglückten Boxstopps seine zweite Position an den dänischen Audi-Piloten Tom Kristensen hergeben. Gary Paffett gewann am Ende vor Kristensen und Häkknen, der damit sein erstes DTM-Podium im zweiten Rennen errang. Vierter wurde der amtierende Meister Mattias Ekström. Der fünfte Platz ging an Neueinsteiger Pierre Kaffer im Vorjahres-Audi. Bruno Spengler verschenkte unterdessen in der letzten Runde eine wertvolle Platzierung in den Punkten. Stefan Mücke erbte somit als Achter einen Punkt. Bester Opel wurde Laurent Aiello auf Platz 10.

Formel BMW:
Ein international besetztes Feld von Nachwuchsfahrern kämpft in der Formel BMW um Meisterschaftsehren. Fahrer aus 13 Nationen tragen zwei Läufe pro Rennwochenende aus. Beim letzten Lauf in Hockenheim feierte der Rookie Nicolas Hülkenberg einen Doppelsieg. Im ersten Rennen auf dem EuroSpeedway musste er sich mit Platz zwei hinter dem Schweizer Sebastien Buemi zufrieden geben. Dritter wurde Natacha Gachnang, ebenfalls aus der Schweiz. Am Sonntag konnte Nicolas Hülkenberg seinen dritten Sieg einfahren. Nick de Bruijn und Sebastien Buemi folgten auf Platz zwei und drei. Der Meisterschaftsstand nach 4 Rennen lautet nun: Hülkenberg (75 Punkte) vor Buemi (55 Punkte) und de Bruijn (31 Punkte).

Porsche Carrera Cup:

Jan Seyffarth kämpfte sich im Rennen nach vorn

Der Porsche Carrera Cup wurde über das gesamte Wochenende von Christian Menzel dominiert. Er sicherte sich die Pole mit einer halben Sekunde vor seinem Teamkollegen Richard Lietz aus Österreich. Porsche-Junior Jan Seyffarth aus Querfurt musste sich zunächst mit Startposition 13 zufrieden geben. Er musste nach Hockenheim unbedingt Meisterschaftspunkte holen. Während Menzel das Rennen sicher beherrschte, kämpfte sich Seyffarth bis auf Platz 9 vor und kassierte dabei auch seinen Teamkollegen Lance David Arnold. Die Reihenfolge im Ziel war die gleiche, wie in Hockenheim: Christian Menzel vor Jörg Hardt und Richard Lietz. Jan Seyffarth konnte sich mit dem neunten Platz auf Platz 11 in der Meisterschaft verbessern.

Seat Leon Supercopa:

Siegte am Sonntag – Tobias Schulze aus Tagewerben

Das größte Starterfeld an diesem Wochenende bot sich im Seat Leon Supercopa. Gleich 30 Fahrer lieferten Spannende Zweikämpfe. Die Pole im ersten Rennen sicherte sich der ehemalige Formel 1-Testfahrer Marcel Lasée. Er führte in den ersten Runden auch das Rennen an.
Durch Unfälle von Sebastian Asch, der sich auf der Start- und Zielgerade überschlug, und Michael Neumeister, dessen Auto Feuer fing, musste das Feld durch das Safety-Car neutralisiert werden. Von den 30 Minuten Renndistanz blieben dadurch nur noch ca. 10 Minuten. Beim Neustart konnte Lasée sofort einen kleinen Vorsprung herausfahren, den er bis ins Ziel halten konnte. Platz zwei ging an den amtierenden Meister Sebastian Stahl, Platz drei an Florian Gruber. Tobias Schulze aus Tagewerben wurde vierter, nachdem er auf Platz 2 liegend von Bastian Kolmsee angeschoben wurde. Marko Hartung aus Wallroda wurde sechster. Beim Sonntagsrennen siegte Tobias Schulze vor dem Kroaten Marin Colak und Florian Gruber. Marko Hartung, der zunächst die Führung inne hatte, musste nach einer nicht angetretenen Strafe aus dem Rennen genommen werden. In der Meisterschaft führt Gruber (58 Punkte) vor Stahl (40 Punkte) und Marschall (38 Punkte), der an diesem Wochenende nur 4 Punkte holen konnte. Vierter ist Tobias Schulze mit 36 Punkten.

VW Polo Cup:
Der Südafrikaner Giniel de Villiers, der die Rallye Dakar in einem VW-Touareg bestritt, gab am EuroSpeedway sein Gastspiel im VW Polo Cup. Er kam beim Samstagsrennen auf den 14. Platz. Sieger wurde René Rast vor Dennis Nägele. Der Schwede Jimmy Johansson wurde dritter. Am Sonntag konnte Rast sogar von der Pole starten, doch er drehte sich in der zweiten Runde und fiel bis auf Platz sechs zurück. Doch Rast holte sich Platz für Platz zurück und konnte im Ziel sogar seinen zweiten Sieg an diesem Wochenende feiern. Im Mittelfeld wurde unterdessen spannender Motorsport geboten. Giniel de Villiers fand eine besonders schnelle Linie durch die neue ADAC-Kurve und kämpfte sich im Verfolgerpulk (10 Fahrer innerhalb von 5 Sekunden) bis auf Platz 8 vor.

Andy Jordan

Andy Jordan

andyjordan@motorrennsportarchiv.de

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