Rennen ohne Fehl und Tadel

Der Sieger der Gruppe H Sebstian Schmitt im Opel Kadett vor der imposanten Zuschauerkulisse

Nach einem Jahr Pause war erst kürzlich grünes Licht für das diesjährige 17. ADAC-Ibergrennen in Heilbad Heiligenstadt gegeben worden. Die benzinhungrigen Zuschauer der Umgegend dankten es mit Ihrem zahlreichen Kommen. So sollen nach Insider-Informationen am Samstag schon fast so viele Besucher an der Strecke gewesen sein, wie sonst zu den Rennen. Am Sonntag war der Besucheransturm dann noch einmal gewaltig. Gedankt hat es der Wettergott. Bei trockenem Wetter und teilweise Sonnenschein kam pünktlich mit der Zieldurchfahrt des letzten Teilnehmers der Regen. Auch hier konnte die Regionalisierung des Motorsports beobachtet werden, welche bei jährlich einmal stattfindenden Veranstaltungen, wie auch am Frohburger Dreieck oder beim Glasbachrennen, die Zuschauer an die Strecke lockt, während die MotoGP mit 10 – 20% Zuschauerverlust weltweit zu kämpfen hat. Ein kleiner Junge am Rande der Strecke brachte es auf den Punkt: „Außer Formel 1 fährt hier alles.“

Der Gesamtsieger Patrik Zajelsnik im Norma M20F wird von den Zuschauern gefeiert

Georg Olbrich im Osella PA21P

Der Sieger Patrik Zajelsnik (SLO) im Sportwagen Norma M20F brannte mit 53,616 im dritten von vier Rennläufen eine Zeit in den Asphalt, die nur 0,5 Sekunden über dem Streckenrekord von Jörg Weidinger lag. Im Ziel wurde er als einziger Teilnehmer in allen vier Läufen mit über 200 km/h gemessen. Die Gesamtwertung aller vier Läufe gewann Zajelsnik, der schon 2006 in Heiligenstadt siegreich war, schließlich mit über 13 Sekunden Vorsprung auf den sehr stark fahrenden Georg Olbrich im kleinen 2-Liter-Osella. Patriks Bruder Alexander Zajelsnik kam als Vierter nicht mehr aufs Treppchen in der Gesamtwertung. Vor ihm reihte sich mit Norbert Brenner noch der beste Vertreter der Tourenwagen ein. Als Fünfter folgte der erste Formel-Rennwagen, pilotiert von Frank Debruyne. Danach folgte das Feld mit 112 gestarteten Teilnehmern, wovon 97 in allen vier Läufen ins Ziel kamen. Einen sehr starken Eindruck hinterließen Guy Demuth und Tommy Rollinger aus Luxemburg, welche mit einem E2SS-Sportwagen bzw. einem Formel 3000 außer Wertung fuhren, um sich dann zu entscheiden, ob sie 2013 an der Deutschen Meisterschaft teilnehmen.

Bei Norbert Brenner passt zwischen Fahrzeug und Strecke lediglich ein Funken

Roman Sonderbauer im Opel Risse Kadett C 16V sorgte für Arbeit bei den Streckenposten

Am 28.-29. Juli startet das Glasbachrennen in Steinbach bei Bad Liebenstein auf der nunmehr 5,5 km langen Strecke mit den FIA-Prädikaten International-Hillclimb-Challenge und European-Hillclimb-Cup sowie Tschechischer Meisterschaftswertung.

Mike Jordan

Mike Jordan

mikejordan@motorrennsportarchiv.de

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