F9 – Der sächsische Konkurrent des Volkswagens

In den frühen 1950er Jahren, als die DDR noch in den Kinderschuhen steckte, Trabant und Wartburg das Laufen noch nicht gelernt hatten, griff der Industrieverband Fahrzeugbau (IFA) auf einen Vorkriegsentwurf der Auto-Union zurück. 1950 stand der IFA F9 als bildschöner Sportwagen auf der Leipziger Frühjahrsmesse. Mit einem starken Dreizylinder-Zweitaktmotor ausgestattet, erkannte man schnell auch das sportliche Potential des Wagens. Im gleichen Jahr bestritt ein Rennwagen auf Basis des F9 sein erstes Rennen am thüringer Sternberg.

Erich Hofmokel im F9 mit Ponton-Karosserie am Queckenberg. (Buchausschnitt / Foto: motorrennsportarchiv.de)

Erich Hofmokel im F9 mit Ponton-Karosserie am Queckenberg. (Buchausschnitt / Foto: motorrennsportarchiv.de)

Der Chemnitzer DKW-Guru Frieder Bach hat die Geschichte des F9 nun zusammen mit Museumsleiter Dirk Schmerschneider auf 84 Seiten zusammengefasst und in Buchform herausgebracht. Allein 24 Seiten widmen sich ausführlich dem Kapitel Motorsport mit Bildermaterial u.a. aus dem Motorrennsport-Archiv Jordan. Das Buch kann über den Mironde-Verlag bestellt oder direkt im Museum für Sächsische Fahrzeuge in Chemnitz erworben werden.

Anlässlich des 65jährigen Jubiläums des IFA F9 zeigt das Museum für Sächsische Fahrzeuge in Chemnitz (www.fahrzeugmuseum-chemnitz.de) noch bis zum Juni 2015 die Sonderausstellung „Der F9 – ein gesamtdeutsches Auto“.

Mike Jordan

Mike Jordan

mikejordan@motorrennsportarchiv.de

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.