Frank Wendler auf MZ – ein Markenzeichen

Rennfahrzeuge des DDR-Motorsports: Frank Wendler auf MZ-HB 1977 am Adlersberg

Die zweite Briefmarke der Serie „Rennfahrzeuge des DDR-Rennsports“ ist erschienen. Nach dem Zastava-Tourenwagen von Peter Mücke ist nun das zweite Motiv „Frank Wendler – MZ-HB – Adlersberg 1977“ als österreichische personalisierte Briefmarke erschienen.

Frank Wendler (Jahrgang 1943) begann seine Rennfahrerlaufbahn 1966 in der 250 ccm Ausweisklasse und stieg zwei Jahre später in die Lizenzklasse auf. Da in diesen Jahren der Weltmeisterschaftslauf auf dem Sachsenring gleichzeitig zur DDR-Meisterschaft gewertet wurde, konnte Wendler ab 1969 am „Großen Preis der DDR – Weltmeisterschaftslauf für Motorräder“ teilnehmen. Als er dann ab 1973 mit MZ-Werksunterstützung generell zu Läufen der Motorrad-WM starten sollte, bescherte ihm eine Entscheidung der Sport-Oberen des Landes eine Absage – ohne Begründung. So fuhr er weiter die nationalen Meisterschaften, ab 1975 zusätzlich in der 125 ccm Klasse. Am Adlersberg zwischen Suhl und Schmiedefeld gewann Frank Wendler auf einer vier Kilometer langen Bergrennstrecke 1976 und 1977 die 125 ccm Klasse. Wendler wurde 1977 und 1978 DDR-Meister in der 125 ccm-Klasse und 1980 und 1981 in der 250 ccm-Klasse. Seine MZ-Maschinen stammten aus der Tuningwerkstatt von Hartmut Bischoff (HB), dem siebenfachen DDR-Meister. Nachdem er 1982 noch einmal eine Saison für Simson in der 50 ccm-Klasse bestritt, hängte er den Helm vorerst an den berühmten Nagel. Mit dem Entstehen des Verkehrssicherheitszentrums am Sachsenring Mitte der 90er Jahre begann er seine zweite Rennfahrerlaufbahn als Fahrinstruktor sowie als Seitenwagenpilot bei Oldtimerveranstaltungen und seit dem letzten Jahr auch bei internationalen Gespannrennen.

(Quelle u.a. Thorsten Horn, 80 Jahre Sachsenring)

Auflage: 200 Stück

Frank Wendler mit Co-Pilot André Krieg im Mai 2008 auf dem Schleizer Dreieck

 

Mike Jordan

mikejordan@motorrennsportarchiv.de

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