Frohburger Stammgäste – Teil 1: Thomas Wittig

Am 26./27. September 2015 findet das 53. Internationale Frohburger ADAC Dreieckrennen statt. In unserer zehnteiligen Vorschau auf den deutschen Roadracing-Höhepunkt des Jahres stellen wir jede Woche zwei Fahrer vor, die ihre Maschinen seit langer Zeit Jahr für Jahr in Frohburg an den Start schieben.

1955 im Auerbacher Ortsteil Schnarrtanne geboren, begann Thomas Wittig in den 1970er Jahren Motorradrennen zu fahren. Nach dem fünften Platz im Lauf der Ausweisklasse bis 250ccm (LK I) auf dem Frohburger Dreieck 1979 stieg er im folgenden Jahr in die Lizenzklasse auf. Hier gelang ihm 1983 sein größter Triumph: der DDR-Meistertitel bei den 250ccm-Zweizylinder-Motorrädern. Der 13. Platz in der gleichen Saison beim internationalen Rennen in Frohburg sicherte ihm wichtige Meisterschaftszähler, denn von den DDR-Fahrern war in diesem Jahr nur sein vogtländischer Landsmann Stefan Tennstädt schneller. Auch in den folgenden Jahren gehörte Thomas Wittig zur DDR-Elite. 1986 beendete er die Meisterschaft hinter Johannes Kehrer mit dem Vizetitel. Ein schwerer Sturz beim Sachsenringrennen 1990 beendete seine Rennfahrerkarriere abrupt. Die damals erlittene Armverletzung beeinträchtigt ihn bis heute. Doch wie viele andere, so lässt das Frohburger Dreieck auch Thomas Wittig nicht los. Inzwischen wohnt der Hörgeräteakustiker in Regensburg und bewegt wieder eine 250er-Yamaha im 2-Takt-Klassik-Pokal. 2013 konnte er in dieser Klasse dann auch endlich auf das oberste Treppchen des Frohburger Podestes steigen. Nach dem zweiten Platz im ersten Rennen des Wochenendes, siegte Wittig im zweiten Lauf.

Andy Jordan

Andy Jordan

andyjordan@motorrennsportarchiv.de

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