Marcel Steiner schlägt am Rennsteig zurück

Marcel Steiner gewann die Premiere der Sportwagen am Rennsteig

Dank einer aufwändigen Vorbereitung der Rennsportgemeinschaft Altensteiner Oberland konnten bei der zweiten Auflage des Rennsteig-Bergrennens erstmals auch die offenen Sportwagenprototypen der Gruppe CN teilnehmen. Auf der in diesem Jahr mit Doppelleitplanken gesicherten Strecke wurde in drei Durchgängen am Sonntag der Gesamtsieger aus 116 Teilnehmern gekürt. Dabei hatte der Schweizer Marcel Steiner die Nase seines Martini-BMW am Ende nur knapp vor Herbert Stenger, der auf seinem Eigenbau-Rennwagen nur eine halbe Sekunde langsamer war.

Herbert Stenger bei seiner Rekordfahrt im ersten Lauf

Schon im ersten Lauf auf der mit 3,95 km längsten Bergrennstrecke in der Deutschen Bergmeisterschaft zeichnete sich ein Duell zwischen dem Eidgenossen und dem Bayern ab. Stenger brannte im ersten Lauf einen sensationellen Streckenrekord in den Asphalt. Mit 1:37,038 pulverisierte er die Zeiten der Konkurrenz. Steiner, der Schnellste des Samstagstrainings brauchte 1,5 Sekunden länger auf dem Weg von Winterstein zur Ruhlaer Skihütte. Doch im zweiten und auch im dritten Wertungslauf ließ Herbert Stenger zuviel Zeit auf der nun feuchten Strecke liegen, sodass Steiner mit einer Fabelzeit an dem ungekrönten Bergkönig aus Sommerkahl vorbeiziehen konnte. Die schnellste Zeit des Dritten Laufs legte jedoch Rüdiger Julius-Bernhart in seinem PRC-BMW hin. Er sicherte sich damit Platz drei in der Endabrechnung.

Norbert Handa – Bei wechselnden Wetterverhältnissen war er bei den Tourenwagen unschlagbar

Hinter Bruno Winkler (Stenger-BMW) auf Rang vier folgte mit Norbert Handa der Bestplatzierte der Tourenwagenkategorie. In seinem allradbetriebenen Lancia Delta integrale war der Vizebergmeister von 2005 auf der feuchten Strecke unschlagbar. Der Österreicher Herbert Stolz konnte die unzähligen PS seines Porsche 935 auf dem engen Kurs nicht ausspielen. Er landete noch hinter den Gruppe-H Piloten Peter Naumann (VW Sorg Polo), Klaus Bernert (VW Nemeth Polo) und Holger Hovemann (Opel Risse Kadett) auf Platz fünf der Tourenwagen.

Norbert Brenner konnte mit seinem DTM-Opel Astra V8 leider nicht in das Geschehen eingreifen. Er beschädigte bei einem Unfall im Samstagstraining die Crashbox seines Boliden und konnte so nicht an den drei Wertungsläufen teilnehmen.

Weiter geht es in der Deutschen Bergmeisterschaft erst im Juni – u.a. mit dem Ibergbergrennen in Heiligenstadt am 24.-25.06.2006.

Viele Anwohner des Ortes Winterstein stellten den Fahrern ihre Vorgärten oder Garagen zur Verfügung

Hans-Dieter Kessler (Tabarz), der 7malige DDR-Tourenwagenmeister, bei seinem Heimrennen

Andy Jordan

andyjordan@motorrennsportarchiv.de

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