Pokal eines der ersten Motorradrennen in Sachsen aufgetaucht

Es handelt sich um den Pokal eines Motorrad-Bahnrennens am 2. Oktober 1920 auf der Radrennbahn Dresden-Reick. Da sowohl Bahnrennen, als auch Zuverlässigkeitsfahrten noch vor den Rundstreckenrennen – so wie wir sie heute kennen – gefahren wurden, ist dieser Siegerpokal eines der frühesten motorradsportlichen Zeugnisse Sachsens.

Bekanntgeworden ist dieses spezielle Rennen in Dresden durch den Sieg von Max Hucke auf einer DKW. Es war erst der zweite Sieg überhaupt und der erste auf deutschem Boden in der Geschichte dieser später weltbekannten Motorradmarke. Ob der Pokal vielleicht der von Max Hucke ist, kann nicht gesagt werden. Weitere Klassensiege gingen an den Charlottenburger Georg Retienne (Indian), die Chemnitzer Arndt Gühne (Wanderer) und Felix Wolf (Wanderer), den Berliner Walter Ebstein (Star-Rad) und Herbert Ernst aus Breslau (NSU).

Die große Zeit des DKW-Motorradrennsports 1920 bis 1941

„Die große Zeit des DKW-Motorradrennsports“ 1920 bis 1941 (Zschopau)

DKW, einst eine führende Marke in der Geschichte des Kraftfahrzeugbaues aus dem sächsischen Erzgebirge, war bekannt für hohe Ansprüche an ihre Produkte und deren Verbreitung. Der Motorradrennsport, über den in dem neuen Buch von Woldemar Lange und Jörg Buschmann berichtet wird, war dabei ein wichtiges Element, die technische Entwicklung mit zu bestimmen, stets auf der Höhe der Zeit zu sein und Märkte zu erschließen. Die Zschopauer Rennsportgeschichte begann kurz nach dem 1. Weltkrieg. Der sich entwickelnde „Massen“-Motorisierungsprozess bewirkte damals größtes Interesse am aktiven und passiven Motorsport, der auch durch ein dichtes Veranstaltungsangebot gute Entwicklungschancen hatte. Weiterlesen

Erinnerungen an Arthur Geiss

Arthur Geiss auf der DKW

Arthur Geiss startete seine Rennfahrerkarriere 1923 beim Karlsruher Wildparkrennen. Er ging aus diesem Rennen als Sieger hervor und fortan ließ ihn diese Leidenschaft nicht mehr los.

Schon 1926 wurde er von DKW mit einer 175er-Maschine ausgestattet und wenig später unter Vertrag genommen. Aufgrund seines geringen Gewichts und seiner markanten Körperhaltung auf dem Motorrad nannte man ihn auch den „Pforzheimer Jockey“.

Er wurde fünf Mal Deutscher Straßenmeister und 1935 Europameister. Geiss war auf allen Rennstrecken Europas zu Gast – England, Irland, Schweden, Holland, Belgien, Österreich, Ungarn, Tschechoslowakei, Jugoslawien, Schweiz, Italien, Spanien – wo er zahlreiche „Große Preise“ holte. Weiterlesen

6. Historische Motorsportausstellung in Halle/Teicha

Ausstellung im Saal

Auf mittlerweile sechs erfolgreich durchgeführte Veranstaltungen kann Ralf Schaum zurückblicken. In Rascha´s Oldtimergaststätte und Pension „Zur Linde“ in Teicha trafen sich am 27.Januar 2008 Fahrer, Helfer und Freunde des Motorsports, um sich die trüben Wintertage zu versüßen. Im angrenzenden Saal der Gaststätte konnte man über 30 Motorräder, einen Rennwagen, Motoren und Rennsportteile bestaunen. Um schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf die kommende Saison zu bekommen, wurde unter anderen eine 54er IFA Rennmaschine gezündet.
Aus den frühen zwanziger Jahren war ein Opel Motorfahrrad von 1922 und eine Grade (ein Motorrad aus Magdeburg) vertreten. Weiterlesen