76.000 Besucher sehen 2. Lauf zur DTM in der Lausitz

Eine gute Boxenstopp-Strategie sicherte Bernd Schneider den zweiten Saisonsieg

Der EuroSpeedway Lausitz war der Austragungsort des zweiten Laufes zur DTM 2006. Nach seinem Sieg beim Auftakt in Hockenheim konnte Bernd Schneider auch beim zweiten Saisonlauf triumphieren.
Bei den Rahmenserien gab es eine Reihe von Premierensiegern. In der Formel-3-Euroserie gewannen Esteban Guerrieri und Kazuki Nakajima ihre ersten Rennen. Sebastian Asch (Seat Leon Supercopa) und Christian Vietoris (ADAC Formel-BMW) krönten ihre Wochenenden sogar mit Doppelsiegen.

DTM:

Werden ihn seine Gegner auch in Zukunft nur von hinten sehen? – Bernd Schneider

Auch beim zweiten Lauf der DTM zeigte der Rekordmeister Bernd Schneider ein fehlerfreies Rennen. Bei der Qualifikation am Samstag noch auf Platz vier, schoss er schon beim Start auf Rang drei vor. Der Trainingsschnellste Jamie Green (GBR) erwischte einen schlechten Start und musste dem zweimaligen Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen (FIN) den Vortritt lassen. Auf Platz zwei folgte Audi-Pilot Mattias Ekström (SWE).

Stefan Mücke konnte auch am EuroSpeedway nicht in die Punkte fahren

Dasselbe Bild zeigte sich auch nach den ersten Boxenstopps. Doch bei Häkkinens zweitem Boxenstopp traten plötzlich Probleme am linken Hinterrad auf. Schneider hatte aufgrund seiner perfekten Strategie nun freie Fahrt und konnte sich entscheidend vom Verfolgerfeld absetzen. Für Audi und Mattias Ekström nahm das Rennen jedoch drei Runden vor Schluss eine entscheidende Wendung. Der Schwede wurde plötzlich langsamer und musste kurz vor dem Ziel auf Position zwei liegend aufgeben. Nach dem Rennen stellte sich heraus, dass er wegen Benzinmangels liegen blieb. Der Audi-Pilot bilanziert: „Zweimal null Punkte bedeutet, dass es in der Meisterschaft für mich nun sehr schwer wird.“
Mika Häkkinen sicherte sich mit einem Schlussspurt noch den letzten Podestplatz hinter dem bestplatzierten Audi von Tom Kristensen.

Formel 3-Euroserie:

Esteban Guerrieri jubelt nach seinem ersten Formel-3-Sieg auf dem Siegerpodest

Beim dritten und vierten Saisonlauf zur Formel-3-Euroserie auf dem EuroSpeedway Lausitz ging es schon vor dem Start zu Lauf 1 rund. Paul di Resta, der schnellste des Trainings, drehte sich bei seiner Runde in die Startaufstellung ins Kiesbett. Nach dem Start verlor der Brite seine Position an den Argentinier Esteban Guerrieri. Der Deutsche Sebastian Vettel, Sieger des zweiten Laufes von Hockenheim, konnte sich von seinem fünften Startplatz auf den dritten Rang verbessern. Das spannende Rennen mit zahlreichen Überholmanövern musste jedoch nach einem Unfall des Schweizer Mücke-Piloten Sebastien Buemi unterbrochen werden.
Nach dem Restart vergrößerten sich die Abstände zwischen den Führenden. Auch Vettel verlor nach einem Fahrfehler den Kontakt zu di Resta. Esteban Guerrieri baute seinen Vorsprung konstant aus und konnte sich mit diesem Erfolg auch seinen ersten Formel-3-Sieg sichern. Hinter di Resta und Vettel folgte auf Platz vier mit Jonathan Summerton der beste Fahrer des Teams von Peter Mücke.
In Lauf zwei startete der Japaner Kazuki Nakajima von der Pole-Position. Zunächst musste sich der Sohn des ehemaligen Formel-1-Fahrers Satoru Nakajima hinter Guillaume Moreau einreihen, der jedoch einen Frühstart hingelegt hatte. Als der Franzose seine Drive-Through-Strafe nicht antrat wurde er mit der schwarzen Flagge aus dem Rennen genommen. Somit war der Weg für Nakajimas ersten Formel-3-Sieg frei. Hinter ihm belegte Richard Antinucci Platz zwei, Dritter wurde der Meisterschaftsführende Paul di Resta.
Sebastian Vettel belegte nur Platz sechs. Sein Wagen hatte zu wenig Grip, sodass der Heppenheimer nicht in der Lage war mit um den Sieg zu kämpfen.

Andy Jordan

Andy Jordan

andyjordan@motorrennsportarchiv.de

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