90 Jahre und kein bisschen leise

Im 90sten Jahr seit dem ersten Schleizer Dreieckrennen, damals noch Brennstoffprüfung genannt, gaben sich die Aktiven der Superbike IDM wieder die Ehre am seit 1923 zweimal verkürzten Straßendreieck.

Reiterberger vor Ranseder, Nigon und Jones

Reiterberger vor Ranseder, Nigon und Jones

IDM Superbike/Superstock
Der Tabellenführende und Wahl-Geraer Damian Cudlin kam direkt vom Langstreckenrennen aus Suzuka mit einem gebrochenen Schienbein und wollte die Tabellenführung wahren. Aber gleich in der ersten Runde von Lauf 1 machte er in der zweiten Buchhübelkurve mit dem Getreidefeld Bekanntschaft. Ihm folgte eine Kurve zuvor in Runde zwei Matej Smrz. Dafür war Michael Ranseder vom Team Honda Holzhauer mit einem ersten und einem zweiten Platz wieder ganz vorn bei der Musik.

Cudlin gab alles, es reichte nicht

Cudlin gab alles, es reichte nicht

Auch Freddy Foray vom gleichen Team kam mit einem vierten und einem fünften Platz zu seinen besten Saisonergebnissen. Markus Reiterberger gewann den ersten Lauf vor Ranseder und Nigon. Im zweiten Lauf berührten sich Reiterberger und Smrz in der letzten Schikane vor dem Ziel. Da Reiterberger den Notausgang nahm, steht nur der Sieg von Ranseder fest, alles andere klärt ein Berufungsgericht. Reiterberger vor Nigon, Cudlin und Ranseder, so die vorläufige Tabelle. Am Sachsenring wird es spannend!
Die Superstockwertung teilten sich Bastien Mackels (BEL, BMW) und Daniel Sutter (SUI, Kawasaki). Hier geht es ganz eng zu. Mit Respektabstand folgt Dominik Vincon (Knittlingen, BMW), der in Schleiz zweimal Dritter wurde.

IDM Supersport

Der Zweifachsieger Kevin Wahr freut sich zu Recht

Der Zweifachsieger Kevin Wahr freut sich zu Recht

Mit einem Zweifachsieg übernahm Kevin Wahr (Nagold, Yamaha) die Tabellenführung in der Supersportklasse, da Roman Stamm (SUI, Kawasaki) nur einen zweiten und einen dritten Platz erzielen konnte. Jan Bühn, der sich im ersten Lauf frühzeitig verabschiedete, konnte im zweiten Lauf bei einem hauchdünnen Zieleinlauf den zweiten Platz erringen. Hier fehlt einfach noch die Konstanz. Der am Red-Bull-Ring mit einem Doppelsieg auftrumpfende Stefan Kerschbaumer (AUT, Yamaha) konnte einen dritten und einen siebenten Platz erkämpfen und ist in der Tabelle immer noch in Schlagdistanz auf Platz 3.

IDM Moto 3

Kappler nach dem Start in Front

Kappler nach dem Start in Front

Das Moto 3-Feld, aufgefüllt mit einer Reihe Gaststartern aus der spanischen Meisterschaft bot spannende Kämpfe, obgleich die „ausgewanderten“ Max Enderlein und Klaus Heidel nicht in die Spitze der IDM-Fahrer vorstoßen konnten. Der Tabellenführer Maximilian Kappler konnte sich nach einem Ausfall im ersten Rennen im zweiten Rennen, bestehend aus einem trockenen Teil und einem nassen Teil, in der Summe den ersten Platz sichern. Damit rangiert der Oberlungwitzer Honda-Fahrer weiter in der Tabelle weit vor Jonas Geitner (1. und 7.) und Alvares-Rodrigues (2. und 3.) vom Freudenberg-Racing Team. Diese fuhren in Schleiz Ihre besten Saisonergebnisse ein, haben aber im Kampf um die Tabellenspitze nur noch bei einem weiteren Patzer von Kappler Chancen.

IDM Sidecar

André Kretzer allein zu Haus

André Kretzer allein zu Haus

Obwohl das Feld der Dreiradpiloten nicht besonders gefüllt ist, ist der Dreikampf um die Tabellenspitze zwischen Kretzer/Lehnertz, Roscher/Neubert und Schröder/Hirschi nach wie vor spannend. Nachdem Roscher/Neubert im Sprintrace mit Reifendefekt ausfielen, mussten Sie am Sonntag vom letzten Startplatz starten, siegten aber dennoch souverän. Die Samstag-Sieger Kretzer/Lehnertz kamen am Sonntag schlecht vom Start weg und dann fiel auch noch Jens Lehnertz aus dem Boot. Nachdem Kretzer eine Runde durch das Fahrerlager drehte, nahm er seinen Co und das Rennen mit Rundenrückstand wieder auf und wurde Achter, was ihm wertvolle Punkte bescherte. Die eigentlichen Sieger von Schleiz hießen Schröder/Schröder, die sich mit einem 3. und einem 2. Platz als Titelanwärter mit an meldeten.

ADAC Junior Cup

Spektakuläre Fahrstile im Junior-Cup

Spektakuläre Fahrstile im Junior-Cup

Arnaud Friedrich (Limbach-Oberfrohna) hat noch mächtig zu kämpfen, ehe er den möglichen Cup-Sieg erringen kann. Nachdem Friedrich einen guten Start hatte, nahm er unter gelben Flaggen in der Startkurve im ersten Renndrittel zu sehr das Gas weg; beide Verfolger konnten durchschlüpfen. Er kämpfte sich wieder an die Spitze, musste aber zu Ende des Rennens Stéphane Frossard den Vortritt lassen. Dritter wurde Christian Stange. Schon in 14 Tagen geht es zur Speedweek in Oschersleben weiter um Punkte.

Yamaha R6-Dunlop-Cup

Max Fritzsch freut sich endlich über seinen ersten Sieg

Max Fritzsch freut sich endlich über seinen ersten Sieg

Nach den Trainingsunfällen von Bjönness-Jacobsen und Siemon (das zweite Qualifying wurde nach einem schweren Sturz von André Siemon ganz gecancelt) gab es nur noch 15 Starter, die das Rennen aufnehmen konnten. Der fünfte Platz reichte dem tabellenführenden Ville Valtonen (FIN) die Tabelle weiter anzuführen, aber: die Spitze rückt zusammen. Die Verfolger Dominik Engelen (Leverkusen, 2. Platz), Julian Puffe (Schleiz, 3. Platz) und Toni Riedel (Mühlau, 4. Platz) holen auf. Der souveräne Schleiz-Sieger Max Fritzsch (Claußnitz) war in den bisherigen Läufen nicht so erfolgreich und ist nur Gesamt-Elfter.

Zur nächsten IDM-Runde trifft man sich am Sachsenring am 07.-08.09.2013 (nur zwei Tage!). Schleiz-Fans kommen schon eine Woche zuvor bei der Sidecar-WM vom 30.08.-01.09. auf Ihre Kosten.

Mike Jordan

mikejordan@motorrennsportarchiv.de

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