Die Dresdner Autobahnspinne – Internationale Auto- und Motorradrennen auf der Autobahn bei Dresden-Hellerau 1951-1971

Weißer Hirsch, Wilder Mann, Blaues Wunder und Dresdner Autobahnspinne – Begriffe, die nicht nur Dresdner Einwohner kennen. In diesem Buch wird die Geschichte der Dresdner Spinne, die eigentlich „Autobahnspinne Dresden-Hellerau“ heißt, erzählt. Zwanzig Jahre lang, von 1951 bis 1971, wurde auf dem Autobahndreieck im Norden der Landes- bzw. Bezirkshauptstadt, in der Nähe des Flughafens Dresden-Klotzsche, internationaler Motorrennsport betrieben. Spitzensportler aus Ost und West trafen sich hier, fuhren gesamtdeutsche und internationale Rennen sowie DDR-Meisterschaftsläufe. Die Vorgeschichte des Motorsports rund um Dresden, Geschichten am Rande der Großveranstaltungen und die Einbindung der beteiligten Sportclubs runden das Gesamtbild ab. Rennberichte aus verschiedenen Publikationen geben die zeitgemäße Stimmung der rennbegeisterten Bevölkerung, der Aktiven und der vielen Helfer am Rande der Strecke wieder. Ebenso sind die Fotos von den Veranstaltungen authentische Dokumente dieser Zeit.

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Der letzte Kompressor-Zweitakter mit DKW-Genen

DKW-Entwicklungsingenieur August Prüßing, vor dem Krieg verantwortlich für die Zschopauer Rennsportabteilung, entwickelte ab 1945 in Chemnitz im Auftrag der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland (SMAD) einen Zweitakt-Gegenkolbenmotor mit zwei Zylindern und Centrix-Kompressor. Die Grundkonstruktion war für Hubräume von 250, 350 und 500ccm konzipiert. Dieser Motor war die letzte Neukonstruktion eines aufgeladenen Zweitakters und damit der Endpunkt einer glanzvollen Epoche, in der DKW seit den 1920er und 1930er Jahren eine herausragende Rolle im internationalen Motorradrennsport gespielt hatte.

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Schleiz 1971: Karl-Heinz Schulze aus Berlin mit dem Melkus RS 1000 an der Box, während Klaus Reichelt, Dresden, vorbeizieht.

Archivbestände aktualisiert

Durch die Übernahme von Fotos aus dem Nachlass von Manfred Lauterbach (Annaberg-Buchholz) sind wieder wertvolle Bilder aus längst vergangenen Zeiten aufgetaucht, so zum Beispiel seltene Aufnahmen aus den Jahren 1970-72 vom Schleizer und Frohburger Dreieck, aber auch vom Sachsenring und von Brno. Interessenten, die Bilder aus dieser Zeit suchen, können sich gern bei uns melden und nach einem „Update 2020“ fragen.

Im Motorrennsport-Archiv Jordan sind aktuell 216.000 eigene Motive katalogisiert sowie weitere 70.000 Memorablien der Rennen erfasst und für Interessenten kurzfristig verfügbar.

Momentan werden weitere Inhaltsverzeichnisse des Literaturarchives erstellt.

Jimmie G. – Ein Versuch die rätselhaften Umstände des tödlichen Unfalls von James Guthrie zu erklären

Es war die letzte Runde des letzten Rennens, der 500ccm-Klasse beim Großen Preis von Deutschland 1937. Das Rennen wurde auf der Rennstrecke bei Hohenstein-Ernstthal ausgetragen, die erst später den Namen Sachsenring erhielt. Der sechsfache Isle of Man TT Sieger James Guthrie lag mit über einer Minute Vorsprung souverän in Führung. Für die abschließende Siegerehrung wurde bereits der Union Jack vorbereitet, doch zur Überraschung aller Anwesenden am Start-und-Ziel-Platz tauchte der Norton-Fahrer nicht mehr aus dem Waldstück etwa 500 Meter vor dem Ziel auf.

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