Schleiz 1971: Karl-Heinz Schulze aus Berlin mit dem Melkus RS 1000 an der Box, während Klaus Reichelt, Dresden, vorbeizieht.

Archivbestände aktualisiert

Durch die Übernahme von Fotos aus dem Nachlass von Manfred Lauterbach (Annaberg-Buchholz) sind wieder wertvolle Bilder aus längst vergangenen Zeiten aufgetaucht, so zum Beispiel seltene Aufnahmen aus den Jahren 1970-72 vom Schleizer und Frohburger Dreieck, aber auch vom Sachsenring und von Brno. Interessenten, die Bilder aus dieser Zeit suchen, können sich gern bei uns melden und nach einem „Update 2020“ fragen.

Im Motorrennsport-Archiv Jordan sind aktuell 216.000 eigene Motive katalogisiert sowie weitere 70.000 Memorablien der Rennen erfasst und für Interessenten kurzfristig verfügbar.

Momentan werden weitere Inhaltsverzeichnisse des Literaturarchives erstellt.

Jimmie G. – Ein Versuch die rätselhaften Umstände des tödlichen Unfalls von James Guthrie zu erklären

Es war die letzte Runde des letzten Rennens, der 500ccm-Klasse beim Großen Preis von Deutschland 1937. Das Rennen wurde auf der Rennstrecke bei Hohenstein-Ernstthal ausgetragen, die erst später den Namen Sachsenring erhielt. Der sechsfache Isle of Man TT Sieger James Guthrie lag mit über einer Minute Vorsprung souverän in Führung. Für die abschließende Siegerehrung wurde bereits der Union Jack vorbereitet, doch zur Überraschung aller Anwesenden am Start-und-Ziel-Platz tauchte der Norton-Fahrer nicht mehr aus dem Waldstück etwa 500 Meter vor dem Ziel auf.

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SPEED von Mat Oxley: Eric Fernihough und der Traum vom Weltrekord

In seinem neuen Buch „SPEED – Das einzige wahrhaft fortschrittliche Vergnügen“ widmet sich Mat Oxley der Frühzeit des Motorradrennsports, als sich mutige Männer auf klapprigen Zweirädern mit experimentellen Motorkonstruktionen aufmachten, um in ein neues Zeitalter vorzustoßen. Einer dieser Männer war der Brite Eric Fernihough, der Ernst Henne und BMW in den 1930er Jahren mit einer selbstgebauten Maschine den absoluten Geschwindigkeitsweltrekord für Motorräder entriss.

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Gestohlene Geschwindigkeit: Sonderedition zum 100. Geburtstag von Walter Kaaden

Am 1. September 1919 erblickte Walter Kaaden in Pobershau im Erzgebirge das Licht der Welt. Zunächst spannten die Nationalsozialisten den jungen Ingenieur im Zweiten Weltkrieg für ihre Kriegsmaschinerie ein. Kaadens Meisterstück war jedoch nicht die Mitarbeit an der Messerschmitt Me 262, dem ersten Düsenjäger der Welt, sondern die Entwicklung des modernen Rennzweitakters Ende der 1950er Jahre für das Motorradwerk Zschopau.

Wie konnte ein Motorradhersteller aus Ostdeutschland, noch dazu mit der als veraltet geltenden Zweitakttechnik ausgestattet, zu einer ernstzunehmenden Gefahr für die etablierten Marken in der Motorradweltmeisterschaft heranwachsen? Der Schlüssel zum Erfolg war Walter Kaaden. Der Ingenieur, der nach dem Krieg in seine erzgebirgische Heimat zurückkehrte, formte mit dem MZ-Rennkollektiv eine Mannschaft, die trotz der denkbar widrigen Umstände fest an den Erfolg glaubte. Mit dem Mauerbau 1961 und der anschließenden Republikflucht des WM-Führenden und MZ-Werksfahrers Ernst Degner nahm das Schicksal für Kaaden und das Rennkollektiv jedoch eine negative Wendung.

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