5. Briefmarke der Serie „Rennfahrzeuge des DDR-Motorsports“ erschienen

Die neue Skoda-Briefmarke

Es handelt sich um den Skoda 120 von Hans-Jürgen Käppler. Aufgenommen wurde das Bild 1988 am Buchhübel in Schleiz vom bekannten Fotografen Hannes Bemme aus Leipzig, dessen Archiv sich nunmehr in Hohenstein-Ernstthal befindet.

Erich Käppler 1953 auf der Halle-Saale-Schleife

In der Familie Käppler wurde das Rennfahrerblut vererbt. Der Vater Erich Käppler schaffte es bis zum DDR-Vizemeister in der 1100ccm Sportwagenklasse 1955 mit einem VW-Eigenbau.

Hans-Jürgen Käppler im Meister-Lada 1980 auf dem Sachsenring

Hans-Jürgen Käppler begann 1965 mit einem Wartburg-SEG als Monoposto-Fahrer. Nach einer durchwachsenen Karriere und einer Rennpause in den siebziger Jahren stieg Käppler 1978 in den Tourenwagensport mit einem Skoda ein, wurde dann 1979, jedoch auf Shiguli, DDR-Tourenwagenmeister. 1980 und 1981 folgten noch zwei Vizemeistertitel. 1980 und 1982 stand er auch am Sachsenring auf dem Podest. Fortan konnte er sich nicht mehr in die Spitze der Tourenwagengesamtwertung fahren. In den Jahren ab 1987 fuhr er den abgebildeten neuen Skoda 120. Heute betreibt er das familiäre Autohaus der Marke Skoda in Großwaltersdorf und schaut dem aktuellen Motorsportgeschehen noch gelegentlich zu.

Die Briefmarken der Serie sind in unserem Shop erhältlich.

Buch über die Formel 3 der 60er Jahre erschienen

Jürg Dubler im Brabham 1967 am Start in Schleiz

Jürg Dubler war bereits während seiner Zeit als aktiver Formel 3-Rennfahrer im Motorsportjournalismus tätig. Jetzt hat er aus seinem Archiv die Tagebücher, Bilder und Texte hervorgeholt, um seine eigene Geschichte und jene seiner Weggenossen zu erzählen. Es ist eine beispielhafte Dokumentation daraus geworden mit unvergessenen Namen, die die Geschichte des Automobilrennsports mitgeprägt haben.

Die Erzählungen und Berichte des Autors geben uns einen privaten, authentischen Blick hinter die Kulissen des Rennbetriebs. Wir erfahren von den Sorgen und Abenteuern der sogenannten Renntramps der 60er Jahre, die durch die Welt zu den internationalen Rennstrecken zogen. Weiterlesen

Kurt Baum zum einhundertsten Geburtstag

Kurt Baum (1910-1983)

Eisenberg ist ein traditionsreiches Motorsportzentrum. Die Geschichte des Eisenberger Motorsports geht weit zurück.
Alles fing einmal mit der Autofabrik Peter & Moritz an. Diese war von 1918-22 in Eisenberg ansässig. Danach zog sie nach Naumburg um und ging dort 1926 in Konkurs. Christoph Willi Gehring, technischer Direktor der Firma, meldete schon 1920 das Patent für einen Volkswagen an. Begonnen hatte alles in der Amtschreibersmühle. Diese gehörte zu dieser Zeit dem Nobelpreisträger Wilhelm Ostwald. Mit ihm tauschte sich Gehring über Metalleigenschaften und Verschleißverhalten an Maschinen aus. Weiterlesen

Dieter Braun – Weltmeister und Publikumsliebling

Dieter Braun (rechts) mit Moderator Wolfgang Wirth

Dieter Braun gewann in seiner Laufbahn zwei Weltmeisterschaften und 14 Grand-Prix-Läufe. Aber nicht nur deshalb erreichte er den Status eines Publikumslieblings. Mit unterlegener Technik holte er sich 1970 den Titel in der Achtelliterklasse, drei Jahre später die Krone des Jahresbesten in der Weltmeisterschaft der Viertelliter-Motorräder.

Am 11. Juli 1971 gelang ihm ein Erfolg von historischer Bedeutung. Auf dem Sachsenring, im Osten des damals geteilten Deutschlands, bezwang der westdeutsche Braun die komplette Weltelite im Grand Prix der 250er-Maschinen. Dieter sorgte damit für einen wahrhaft grenzenlosen Jubel der 200.000 Besucher. Weiterlesen

Der Color-Pabst von Leipzig

Alain Prost im McLaren Formel 1 – fotografiert auf ORWOCOLOR NC 21

Auf meine Frage hin: „Sie haben viel mit Farbfilm fotografiert?“ sah mich Hannes Bemme etwas verwundert an und meinte nur: „Ich habe nur Farbfotos gemacht!“. So begann das Gespräch, zu dem mich der Leipziger Fotograf vor ein paar Wochen eingeladen hatte. Was folgte, war eine Kurzfassung von dem, was man ein erfülltes Leben nennen kann.
Zunächst kämpfte Bemme darum, eine Gewerbeerlaubnis in der DDR zu bekommen. Er wollte ein Fotolabor aufmachen. Irgendwann erhielt er die Erlaubnis und hatte ein Farbfoto-Labor, das einzige in Leipzig und wohl auch sonst weit und breit. Weiterlesen

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