Der „König von Frohburg“ blieb ungekrönt

Im letzten Rennen der 2012er IRRC sticht Rico Penzkofer als Erster in die Start-Kurve.

Der neue IRRC-Champion Branko Srdanov.

Zehn Punkte betrug der Vorsprung des Niederländers Branko Srdanov (BMW) auf Didier Grams (BMW) vor den letzten beiden Läufen zur International Road Racing Championship (IRRC). Trotz zweier Siege in Frohburg konnte der „König von Frohburg“ Didier Grams diesen Vorsprung nur um acht Punkte reduzieren, da Srdanov jeweils Zweiter wurde und sich damit den Titel 2012 sicherte. Mit einem 5. und einem 3. Platz konnte Frank Bakker (NED, Yamaha) nicht mehr ins Geschehen eingreifen. Die beiden Läufe waren vom überragenden Limbach-Oberfrohnaer Grams geprägt. Gaststarter Rico Penzkofer konnte mit einem vierten Platz und einem Ausfall nicht überzeugen.

Georg Fröhlich macht bis zur letzten Runde keine Anstalten an Walther vorbeizugehen.

Der Tscheche Petr Kostal nimmt die Hausecke am Grauen Wolf.

Spannendstes Rennen des Tages vor mächtiger Zuschauerkulisse am Dreieck war die Supersport/Superstock/Moto2-Klasse bis 600ccm. Hier gab es einen rundenlangen Kampf zwischen Georg Fröhlich (Race-Point Brandt, MV Agusta), welcher sich eigentlich vom Motorsport zurückziehen wollte, und dem Schleizer Thomas Walther, für den MSC Frohburger Dreieck startend, auf Yamaha. Jedoch spielte Fröhlich mit seinem Widersacher nur, wie man im Nachhinein erfuhr. Die MV Agusta war auf der Frohburger Strecke mit nur vier „richtigen“ Kurven haushoch überlegen und so kam dann der Angriff in der letzten Runde von Fröhlich. Walther hatte nach eigener Aussage auf den Geraden der MV nichts entgegenzusetzen. Manou Antweiler, ebenfalls für Race-Point Brandt startend, wurde sicherer Dritter. Eine schöne Geste zu diesem 50. Frohburger ADAC-Dreieckrennen war die Teilnahme an den Siegerehrungen durch Ferenc Drapal, dem Sohn des Seriensiegers von Frohburg der 1970-80er Jahre Janos Drapal.

Start des Seitenwagen-Rennens.

Die Rennen der Sidecar Trophy, Nachfolgerklasse der ehemaligen Seitenwagen-Europameisterschaft/Euro-Cup, waren durchweg spannend. Nachdem im Sprintrennen die Niederländer Ritzer/Ritzer mit ihrem Formel 1-Gespann und 1000 ccm vor den F2-Gespannen Bachmaier/Pichler (AUT) und Rösinger/Kolloch (DEU) gewannen, sorgte im Hauptrennen am Sonntag Bachmaier/Pichler für einen F2-Sieg mit der Suzuki 600, welche in den engen Kurven das bessere Handling hatte. Die ersten Drei lagen jeweils innerhalb einer Sekunde beim Zieleinlauf.

Die KTM-Duke-Battle-Serie feierte am Frohburger Dreieck ihren Saisonausklang nach zwei Rennen mit einem gemeinsamen Burnout.

Das Rennen 125ccm/250ccm/Supermono wurde gleichzeitig als Lauf zur „Czech Road Race-Meisterschaft“ ausgefahren. Die Sieger waren mit Henrik Voit (Syrau, 250ccm), Silvio März (Chemnitz, 125ccm) und Daniel Zörnweg (Glauchau, Supermono) aber ausnahmslos Einheimische.

Didier Grams feiert drei Siege.

Zwei historische Klassen waren im Programmablauf ebenfalls enthalten: die 50ccm Classic und die die ONK Classic.

Letzter Lauf des Tages war die Klasse OPEN Superbike. Leider waren viele der IRRC-Piloten schon in Feierlaune, so dass das Feld nicht mehr vollständig an den Start ging. Es siegte nochmals überlegen Didier Grams vor Rico Löwe (Glashütte, BMW) und dem für Schubert-Racing Oschersleben fahrenden Daniel Bergau (Berlin, BMW).

Mike Jordan

Mike Jordan

mikejordan@motorrennsportarchiv.de

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