Neue Meister – ADAC-GT-Masters-Finale in Hockenheim

Die Titelkandidaten: Maxime Martin, Dino Lunardi, Diego Alessi, Daniel Keilwitz, Maxi Götz, Sebastian Asch und Christian Engelhardt.

Das große Finale einer der bisher spannendsten Saisons in der Geschichte der ADAC-GT-Masters ging in Hockenheim zu Ende. 7 Fahrer hatten noch Titelchancen: Die amtierenden Meister vom Alpina-Team Dino Lunardi und Maxime Martin, Diego Alessi und Daniel Keilwitz, die zuletzt von technischen Problemen an ihrer Corvette mehrmals eingebremst wurden, Maxi Götz und Sebastian Asch im Mercedes SLS sowie Christian Engelhardt, der sich den Schütz-Motorsport-Porsche mit Nick Tandy und Sean Edwards teilte und somit allein um die Meisterschaft fährt.

Sean Edwards (36) muss den Sieg nach einem Reifenschaden Dominik Schwager (20) überlassen.

Mit Christian Engelhardt sicherte sich auch einer der Titelaspiranten die Pole-Position für den ersten Lauf. Sein ärgster Verfolger, der Schubert-BMW von Dominik Schwager und Claudia Hürtgen auf Startplatz zwei, hängte sich nach dem Start auch sofort an die Stoßstange. Diego Alessi steuerte schon nach einer Runde die Box an, wieder einmal mit technischen Problemen. Der Mercedes von Sebastian Asch und Maxi Götz fiel nach einem Reifenschaden hoffnungslos zurück, ebenso wie Lunardi/Martin, die im Alpina-BMW schon nach dem Qualifying weit von den Punkterängen entfernt waren.

Swen Dolenc sicherte sich den Titel bei den Amateurfahrern.

Nur zwei Runden vor Schluss wurde dann auch der Führende Porsche von Sean Edwards von einem Reifenschaden heimgesucht. Zwar rettete er sich noch als 13. über die Ziellinie, sein Teamkollege Engelhardt blieb damit aber ebenfalls punktelos. So sammelte keiner der Favotiten Punkte und die Entscheidung wurde auf das Sonntagsrennen verschoben.

Für den Lauf am Sonntag sicherte sich Martin Ragginger im Porsche die Pole-Position. Sein Teamkollege Swen Dolenc sicherte sich schon am Samstag mit einem Sieg die Amateurwertung. Nun sollte der erste Gesamtsieg für das Duo vom schweizer Fach Auto Tech Team her. Ragginger setzte sich vom Start weg an die Spitze. Der Kampf um die Meisterschaft wurde im Mittelfeld ausgetragen, was selbstverständlich nicht ohne Feindkontakt blieb. Nach dem Fahrerwechsel musste sich der frischgebackene Amateurmeister Swen Dolenc gegen den Mercedes SLS von Sebastian Asch behaupten. Für Dolenc ging es um den ersten Gesamtsieg in einem ADAC-GT-Masters Rennen, für Asch um die Meisterschaft, denn von hinten näherte sich Christian Engelhardt mit Riesenschritten. Während Asch durch ein Ausbremsmanöver die Spitzenposition übernahm, biss sich Engelhardt mehrere Runden lang die Zähne an Dolencs Heck aus und kassierte nach Fahrzeugkontakt sogar noch eine 30-Sekunden-Strafzeit. So erging es auch Diego Alessi, der ebenfalls noch mit Meisterschaftschancen in das Rennen startete, und Dolenc dann endgültig ins Aus beförderte.

Die neuen Meister Sebastian Asch und Maxi Götz im Mercedes von MS Racing.

Sieg und Titel gingen so an Maxi Götz und Sebastian Asch und damit erstmals auch an Mercedes.

Im Rahmenprogramm sicherte sich Jimmy Eriksson im Qualifying die Meisterschaft im ATS-Formel-3-Cup. Ohnehin hätte der Österreicher Lucas Auer nur mit einem perfekten Wochenende Meister werden können, wenn Eriksson gleichzeitig punktelos geblieben wäre. Die drei Rennen des Saisonfinales gingen an Eriksson (2x) und Artem Markelov.

Marvin Kirchhöfer ist der neue Champion der ADAC Formel Masters

Um den Titel in den ADAC Formel Masters fuhren in Hockenheim Gustav Malja aus Schweden und der Leipziger Marvin Kirchhöfer. Kirchhöfer erwischte mit drei Siegen ein perfektes Wochenende und sicherte sich die Meisterschaft so in beeindruckender Manier.

Andy Jordan

Andy Jordan

andyjordan@motorrennsportarchiv.de

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